Wann gibt es Viagra rezeptfrei zu kaufen?

Selbsthilfe Impotenz

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe – Großbritannien erlaubt es, dass Viagra ohne Rezept gekauft werden können (mehr Informationen hier). Einem entsprechenden Antrag vom US-Pharmakonzern an die zuständige Arzneimittelbehörde MHRA wurde stattgegeben und schon bald können Männer die unter erektiler Dysfunktion leiden die blaue Potenzpille rezeptfrei erwerben.

Viagra und Deutschland?

Die Regelung gilt nur für Großbritannien und in der Vergangenheit wurden entsprechende Forderungen für Deutschland zurück gewiesen. Die Einnahme von Viagra ist für bestimmte Personengruppen (insbesondere ältere Patienten oder Männer mit Herzproblemen) Risiko behaftet. Im Gegensatz zu Großbritannien schätzen deutsche Gesundheitsbehörden das Risiko einer rezeptlosen Abgabe von Viagra als zu hoch ein.

Ob das auch zukünftig so sein wird, steht in den Sternen. Vielleicht ist ein Stein ins Rollen gekommen und weitere EU-Länder werden sich der britischen Regelung anschließen, zumal es sich dabei nur um eine bestimmte Viagra Variante handelt.

Kann ich Viagra jetzt online aus Großbritannien bestellen?

Auch hier bewegt man sich rechtlich noch in einer Grauzone. Grundsätzlich ist der Versand rezeptfreier Medikamente innerhalb der EU erlaubt. Da jetzt auch Viagra ohne Rezept zu kaufen ist, in einem Teil der EU, ist eine Online-Bestellung theoretisch erlaubt. Doch genaue Regelungen werden sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Bis dahin werden Männer nach wie vor den teuren, unangenehmen Gang in eine normale Apotheke antreten müssen – oder auf preisgünstige, nicht-legale Versandapotheken zurück greifen müssen.


Tadalafil jetzt auch als Generika

Selbsthilfe Impotenz

Zusammenfassung: Tadalafil ist vom bekannten Wochenend-Potenzmittel Cialis bekannt. Das Patent des Hersteller Lilly Pharmaceuticals läuft Mitte November aus. Danach kann der zuverlässige PDE-5-Hemmer als Generika hergestellt und vertreiben werden. Mehr Informationen hier!

Für das erfolgreiche Potenzmittel Tadalafil (Original Cialis) wird es noch Mitte November ein Generika geben. Am 15. November läuft das Patent Tadalafil in Dosierungen über 5 mg aus. Neu ist, dass Hersteller Lilly nun auch das Patent für niedrige Dosierungen von 5 mg und weniger nicht mehr besitzt. Eigentlich sollte dies noch zwei Jahre gültig sein, doch ein Urteil vom Bundespatentgericht in München korrigierte diese Regelung. Geklagt hatten einige Generikahersteller und  «Das Patent wurde für nichtig erklärt», wie das Gericht mitteilte.

Tadalafil gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer und ist das einzige Potenzmittel in Deutschland, dass bei einer erektilen Dysfunktion so dosiert eingesetzt werden kann, dass ein konstanter Wirkstoffspiegel erreicht wird (Cialis daily). Sex ist somit nicht mehr vom Zeitpunkt der Einnahme abhängig. Nicht umsonst wirbt Lilly mit dem Slogan: "Eine Option für Paare, die sich einen entspannten Umgang mit dem Liebesleben fast wie vor der Erkrankung wünschen".

Unmittelbar vor dem Auslaufen des Patents, liegen einige Hersteller bereits in den Startlöchern. Es gibt zwar noch keine konkreten Verlautbarungen zum Herstellen eines generischen Cialis, aber aus den Erfahrungen mit Viagra kann man sicher gehen, dass auch für Cialis eine ganze Reihe von Herstellern die Gelegenheit wahrnehmen. Konkret wollte sich kein Unternehmen zu entsprechenden Plänen äußern. 

In Deutschland gibt es bereits seit einigen Jahren Tadalafil-Generika mit Dosierungen von 10mg und 20mg zu kaufen. Hexal und Ratiopharm haben die Klage vor dem Bundespatentgericht eingereicht, von daher ist davon auszugehen, dass sie eine generische Variante planen oder sogar bereits hergestellt haben. In Deutschland ist das zwar bis zum Tag des Patentablaufs verboten, doch ab dem 15.November können diese ohne Probleme vertrieben werden. 


Psychologische Hilfe bei Erektionsproblemen

Selbsthilfe Impotenz

Zusammenfassung: Sicher, für jeden Mann ist es schwer über Erektionsprobleme zu reden, mit diesem Tabu-Thema überhaupt raus zu rücken. Und doch ist es der erste wichtige Schritt zu einer erfolgreichen Behandlung der erektilen Dysfunktion. Im folgenden Artikel erhalten Sie mehr Informationen zur psychologischen Hilfe bei Impotenz.

Die moderne Forschung ist mittlerweile so weit, dass sie psychologische Probleme als eine mindestens genau so starke Ursache am Entstehen von erektiler Dysfunktion zugesteht wie körperlichen Ursachen. Stress im Job oder der Beziehung, Problembewältigung im Alltag, Schlafstörungen und Leistungsdruck sind da zu nennen, die negative Auswirkungen auf die männliche Erektion nehmen können. Auch Beziehungsprobleme können eine große Rolle spielen. Für einen Mann ist Sex nur mit einer ausreichenden Erregung möglich. Erregung wiederum hat wechselseitig etwas mit Entspannung zu tun – und da spielt der Kopf eine entscheidende Rolle. Ist das Gehirn nicht in der Lage, Reize wahrzunehmen und entsprechend weiterzuleiten, ist auch der Penis eines Mannes nicht in der Lage, eine Erektion aufzubauen.

Probleme mit der Potenz

So erhalten Sie Hilfe

PDE-5-Hemmer (Potenzmittel aus der Apotheke wie diese hier), gefäßchirurgische Eingriffe und operative Eingriffe am Penis, Implantationen und Penisprothesen, Selbstinjektionen in den Penis, mechanische Hilfsmittel wie Vakuumpumpen und Penisringe sollten nur nach einer intensiven Beratung und Auseinandersetzung in Betracht gezogen werden, wenn organische Ursachen eindeutig nachgewiesen sind und psychologische Gründe ausgeschlossen werden können.

Um das Sexleben wieder neu in Schwung zu bekommen, inklusive der erfolgreichen Behandlung von Erektionsproblemen, gibt es die Möglichkeiten der Selbsthilfe und der Fremdhilfe durch Beratung und Psychotherapie. Es geht nicht darum mit irgendwem, mit dem Apotheker oder der Familie darüber zu reden, es kommt auf die kompetente Fachhilfe an.

Damit die Lösungsansätze jedoch Erfolg haben können, sollten Sie folgende Erkenntnisse verinnerlichen:

  • Der wichtigste Punkt ist zu akzeptieren: Ich habe Erektionsprobleme. Die Probleme im Bett haben sich über einen längeren Zeitraum entwickelt, und der Körper macht uns nichts vor. Das Problem zu negieren hilft nicht weiter – aber Sie lesen diesen Artikel – und damit ist einw ichtiger Schritt getan.
  • Auch wenn es im ersten Moment nicht sehr aufbauend klingt, aber seltene Glücksmomente beim Sex führen auch zu einer partnerschaftlichen Zufriedenheit und können zielführend sein.
  • Es gibt viele äußere Einflüsse die die sexuelle Lust stören. Diese Einflüsse sollten als Ursache für die Lustlosigkeit und Erektionsprobleme erkannt, zunächst akzeptiert – und verändert werden.
  • Jeder ist für sich selbst verantwortlich, dass gilt auch für ein erfüllendes Sexleben. Um Wünsche und Fantasien zu befriedigen steht das Gespräch an erster Stelle. Manchen fällt das Sprechen beim Sex besser, manchen bei einem romantischen Abendessen.
  • Lassen Sie Sex nicht Alltag sein. Ein tolles Sexleben sollte bewusst gelebt werden, wobei es mehr auf das Lustgefühl ankommt als auf Regelmäßigkeit, Erregung und den Orgasmus.
  • Fantasien sollten erkundet werden: Sprechen Sie darüber, wer aktiv wer passiv ist; und wann Sie die Rollen wechseln. Wenn Sie aktiv sind, konzentrieren Sie sich ganz auf das Geben und erwarten Sie nicht, sofort etwas zurück zu bekommen.
  • Wenn Sie passiv sind, genießen Sie die angebotenen Zärtlichkeiten, Berührungen, Massagen und gegebenenfalls Erregungen. Sie müssen nicht sofort zurückgeben. Sie brauchen auch keine Schuldgefühle zu haben, wenn Sie das Passivsein annehmen. Haben Sie Mut, wieder neu zu entdecken und auszuprobieren.
  • Lassen Sie neue Reize zu. Nacktheit, bestimmte Kleidung, Gerüche, Kerzen, Musik oder eine ganz andere Umgebung können die Sinne neu anregen – und eine Erektion hat immer etwas mit Erregung zu tun. 
  • Gönnen Sie sich Zeit und Genuß mit Ihrem eigenen Körper und auch Ihrer Selbstbefriedigung. Eigene Zufriedenheit sind gute Voraussetzungen für ein aufregendes Sexleben mit dem Partner.
  • Erkunden sie dann gegenseitig Ihre Körper und spielen Sie mit Ihrer Sexualität. Vermeiden Sie, irgendetwas tun zu müssen. Nehmen Sie sich Zeit, streicheln Sie sich, ohne miteinander zu schlafen.
  • Probieren Sie Massagen aus, ohne zum Höhepunkt kommen zu müssen. Sprechen Sie miteinander und sagen Sie dem Partner was Sie empfinden.
  • Wenn Sie geben, konzentrieren Sie sich auf die Lust Ihres Partners oder Ihrer Partnerin. Wenn Sie empfangen, konzentrieren Sie sich auf Ihre Lust und geben Sie "Rückmeldung".
  • Spielen Sie mit Ihrer Erregung, lassen Sie die Erregung kommen und auch wieder gehen. Klingt die Erregung ab, ist dies keine Bedrohung, sondern gehört zum Geben und Nehmen.

Diabetes vs. Impotenz

Selbsthilfe Impotenz

Zusammenfassung: Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus und Impotenz. Im Folgenden erfahren Sie alle Hintergründe zu Ursache, Wirkung und Behandlungsmöglichkeiten.

Erektionsstörungen kommen bei Diabetikern sehr häufig vor. Und doch werden sie zu selten vom behandelnden Arzt diagnostiziert und entsprechend behandelt. Der Zusammenhang zwischen Diabetes und Potenzstörungen wird oft nicht gezogen. Zudem kommt das Sexleben beim Arztgespräch nicht zur Sprache und Erektionsstörungen werden vom Patienten aus Scham gern verschwiegen.

Genaue wissenschaftliche Untersuchungen gibt es noch nicht. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass etwa jeder zweite Diabetiker im Laufe seiner Erkrankung eine Erektionsstörung entwickeln wird. Im Vergleich zu Nicht-Diabetikern, ist das Risiko also 2-3 so hoch.

Risikofaktoren von Impotenz

Potenzprobleme haben viele Risikofaktoren – Diabetes mellitus ist nur einer davon. Je mehr Risikofaktoren zusammenkommen, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, an Impotenz zu erkranken. Weiterhin können Adipositas, erhöhte Blutfette, Rauchen, Alkohol und Bewegungsmangel eine Rolle spielen.

Zu den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren gehört vor allem das Alter. Einige Medikamente (z.B. Beta-Blocker zur Senkung des Bluthochdrucks, Antidepressiva wie Selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) und Trizyklische Antidepressiva sowie Lithium) begünstigen eine Erektile Dysfunktion. Darüber hinaus können psychische Ursachen wie Stress, Ängste und Sorgen Erektionsstörungen begünstigen.

Welche Schäden verursacht Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus fördert die Entstehung von körperlichen Beschwerden – und diese wirken sich auch auf die Potenzfähigkeit aus. Wenn die Durchblutung nicht mehr ausreichend gewährleistet ist, Gefäße und Nerven beschädig sind, kann dies zu Impotenz führen. Gesunde Gefäße und Nerven sind Voraussetzung zur Entstehung und Aufrechterhaltung einer Erektion.

Arterielle Insuffizienz (Durchblutungsstörungen)

Zu hohe Blutzuckerwerte schädigen auf längere Sicht die Gefäßwände. Es können sich Fetteinlagerungen bilden. Wenn die Fetteinlagerungen aufbrechen, wird das Blutgerinnungssystem aktiviert. Das entstehende Gerinnsel engt das Blutgefäß ein und kann es sogar verstopfen (Arteriosklerose). Wenn kleine Gefäße betroffen sind, kommt es zu "Mikro-Infarkten". Diese Veränderungen der Gefäßstruktur beeinträchtigen die Blutzufuhr des Penis und seiner Schwellkörper. Durch den verringerten Gefäß-Durchmesser kann weniger Blut einfließen.

Auswirkungen von Diabetes

Die Blutströmung verändert sich von laminar zu turbulent, was sich in Verwirbelungen und einer langsameren Fließgeschwindigkeit ausdrückt. Insgesamt begünstigen diese Veränderungen die Entstehung einer Erektionsstörung.

Dieselben Vorgänge sind auch beteiligt bei anderen Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus. Dazu zählen Funktionsstörungen der Niere, des Auges und auch der Herzgefäße. Die KHK (koronare Herzkrankheit) stellt mit anderen arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen mit 80 % die häufigste Todesursache bei Diabetikern dar.

Veno-okklusive Dysfunktion (Gefäßschaden der Venen)

Nicht nur die zuführenden arteriellen Gefäße werden durch hohe Blutzuckerspiegel geschädigt. Die Venen und die Muskeln ihrer Gefäßwände werden von der reaktiven Aldehyd-Gruppe der Glukose angegriffen. Es entstehen sogenannte AGEs ("advanced glycation end products", also Stoffe, an die sich der Zucker angehängt hat).

Diese AGEs regulieren das Enzym Arginase hoch. Die Arginase wiederum konkurriert mit der Stickstoffmonoxid-Synthase um das Substrat L-Arginin. Stickstoffmonoxid (NO) wird aber benötigt, damit sich die venösen Gefäße entspannen können. Nur wenn sich die Venen entspannen, kann genug Blut in die Schwellkörper aufgenommen werden, was eine für die Penetration ausreichend harte Erektion erzeugt.

Diabetische Neuropathie (Schädigung der Nerven)

Noch ist nicht genau bekannt, wie Diabetes mellitus die Nerven schädigt. Es wird vermutet, dass die Gefäße, die den Nerven und seine Fettscheide versorgen, durch Hyperglykämien geschädigt werden. In der Folge verlieren die Nerven ihre Fettscheide, die wie ein Isolierkabel funktioniert und eine schnelle Weiterleitung der elektrischen Impulse ermöglicht.

In Folge dessen können auch die Nerven selbst verkümmern. Symptome sind dann ein Ausfall von Empfindungen für Schmerz, Wärme, Kälte, Vibration und Berührung. Beim Sex ein Faktor der auf keinen Fall erwünscht ist!

Und natürlich spielen die Nerven bei der Erektion selbst eine wesentliche Rolle. Sind die Nerven geschädigt oder verkümmern, schränkt dies die Erektionsfähigkeit ein. Dabei kommt es sowohl zu strukturellen Schädigung der Nerven als auch funktionellen Störung. Untersuchungen haben ergeben, dass die ausgeschütteten Botenstoffe (Neurotransmitter) sich bei Diabetikern wesentlich in ihrer Konzentration von denen bei Nicht-Diabetikern unterscheiden.

Niedrigere Testosteron-Spiegel (Hormonstörung)

Diabetikern haben in der Regel einen verringerten Testosteron-Spiegel. Das Hormon spielt eine wichtige Rolle bei der Lustempfindung. Ist der Testosteron-Spiegel niedrig, ist auch die Libido gering. Sexuelle Lust ist aber unbedingte Vorraussetzung für eine Erektion.

Diabetes begünstigt Entstehung von Entzündungen

Bakterien haben es in der Regel gerne warm und feucht. Zucker fördert zusätzlich die Vermehrung von Keimen. In der Folge leiden Diabetiker, die häufig zu hohe Blutzuckerwerte haben, auch oftmals an bakteriellen Infektionen.

Sollten Entzündungen die Eichel oder Harnröhre aufsteigen, können Blasenentzündungen oder sogar Nierenbeckenentzündungen entstehen. Und natürlich sind Entzündungen im Intimbereich ein Lustkiller und dem Liebesleben abträglich.

Warnung zugleich

Leiden Sie unter Diabetes mellitus und haben Potenzprobleme, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das Thema ist oft mit Scham oder Angst besetzt ist, trotzdem können weitere Untersuchungen Zusammenhänge erklären oder sogar ernsthafte Erkrankungen erkennen.

Bei systemischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus werden nicht nur die Blutgefäße des Penis in Mitleidenschaft gezogen, sondern alle Gefäße des Körpers! Liegen schwere Schädigungen vor, die zu Erektionsstörungen geführt haben, sollten Sie dringend die Gefäße des Herzens, der Niere und des Auges überprüfen lassen.

Bei Diabetikern verlaufen Herzinfarkte meist "lautlos", also ohne Schmerzen. In Folge dessen kommt die erforderliche Hilfe zu spät. Sollten Erektionsstörungen vorliegen, sind diese als Warnhinweis zu verstehen. Weitere vorbeugende Untersuchungen sind unerlässlich.

Behandlungsmöglichkeiten

Zu nennen sind vor allem vorbeugende Maßnahmen. Diabetiker sollten vor allem wissen, wie sie ihren Blutzucker kontrollieren und richtig einstellen müssen. Zudem sind regelmässige Kontrolluntersuchungen beim Diabetologen und beim Hausarzt ein Muss.

Neben den Blutzuckerwerten sollten zudem der Blutdruck und die Blutfette überprüft und gegebenenfalls eine Behandlung in die Wege geleitet werden. Die bekannteste Behandlungsmöglichkeit bei Erektiler Dysfunktion stellen die PDE-5-Hemmer dar. Weiterhin gibt es auch die Möglichkeit von Injektionen in die Schwellkörper, Penis-Pumpen und Implantaten.

 

Quellen:


Neben- und Wechselwirkungen von Levitra

Selbsthilfe Impotenz

Das Potenzmittel Levitra wird vom deutschen Pharma-Konzern Bayer HealthCare hergestellt und hilft bei erektiler Dysfunktion (Erektionsstörungen/Impotenz). Es ist möglich, dass Sie bei der Einnahme unerwünschte Nebenwirkungen haben (Vergleich: Nebenwirkungen von Viagra). Diese können auftreten, müssen es aber nicht. Bei bestimmten Vorerkrankungen dürfen Sie Levitra nicht einnehmen. Bei anderen Erkrankungen sollte die Einnahme nur in Absprache mit Ihrem Arzt erfolgen. 

Mögliche Nebenwirkungen von Levitra

Alle Medikamente können unerwünschte Nebenwirkungen auslösen, auch Potenzmittel wie Levitra. Ob und wie starkt Nebenwirkungen hervorgerufen werden ist von Anwender zu Anwender unterschiedlich. Die häufigste Nebenwirkung, die bei etwa 10% der Anwender auftritt, sind Kopfschmerzen.

Etwa ebenso oft kommt es bei der Einnahme von Levitra zu Schwindel, Verdauungsstörungen, Gesichtsrötung und einer verstopften oder "laufenden" Nase.

Relativ selten, wir sprechen von ca. 1%, berichten Männer von einem diffusen Unwohlsein, Ohrensausen, Schwindel und Herzklopfen. Daneben kann es zu Hautrötungen oder -ausschlag und Schwellungen im Gesicht- und Rachenbereich kommen. Schläfrigkeit und Schlafstörungen, Atemnot, Rücken- und Muskelschmerzen sind weitere mögliche Nebenwirkungen, die jedoch nur gelegentlich auftreten.  

Manche Männer haben Schwierigkeiten mit der Sehfähigkeit, die sich zum Beispiel in einer übermäßigen Lichtempfindlichkeit oder einer veränderten Farbwahrnehmung äußern kann. Darüber hinaus kann das Medikament bei vereinzelten Anwendern Mundtrockenheit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall hervorrufen. In manchen Fällen kann es zu einer Taubheit und verringerten Berührungsempfindlichkeit, erhöhten Leberwerten im Blut oder anhaltenden Erektionen kommen.

Sehr selten können bei der Einnahme von Levitra allergische Reaktionen, Krampfanfälle, Angstzustände, Brustschmerzen und Nasenbluten auftreten. Weitere seltene Nebenwirkungen betreffen die Augen (wie vermehrte Tränenbildung, erhöhter Augeninnendruck oder Augenentzündungen), die Haut und das Herz (zum Beispiel Herzschlagveränderungen, Herzinfarkt, Angina pectoris). Außerdem kann das Medikament den Blutdruck beeinflussen und diesen je nach Anwender erhöhen oder senken. In seltenen Fällen kann es zu Gedächtnisschwund, Ohnmacht und schmerzhaften Erektionen kommen.

Bei der Einnahme von Levitra kann es darüber hinaus zu einer Penisblutung, Blut im Sperma oder Blut im Urin führen. Wie häufig diese Nebenwirkungen auftreten, ist jedoch mangels ausreichender Datenlage nicht bekannt. Achtung: Patienten, bei denen Levitra Schwindel oder eine Beeinträchtigung des Sehvermögens auslöst, dürfen weder Werkzeuge oder Maschinen bedienen noch ein Fahrzeug führen. Wird die Sehkraft unter der Anwendung von Levitra plötzlich deutlich schlechter oder tritt sogar ein Verlust der Sehkraft ein, ist die Einnahme des Medikaments unverzüglich abzubrechen und ein Arzt zu informieren.

Wechselwirkungen von Levitra

Die gleichzeitige Einnahme von Levitra mit dem Wirkstoff Vardenafil und bestimmten Wirkstoffen anderer Medikamente verursacht unerwünschte Wechselwirkungen. Diese können darin bestehen, dass die Wirkung von Levitra oder des anderen Arzneimittels abgeschwächt oder verstärkt wird. Darüber hinaus können manche Wirkstoffkombinationen massive gesundheitliche Probleme hervorrufen.

Dies gilt zum Beispiel für nitrathaltige Arzneimittel wie Glyceroltrinitrat und andere Stickstoffmonoxid-Donatoren (Mittel zur Behandlung von Herzinsuffizienz oder Angina pectoris). Die Kombination mit Levitra kann zu einem plötzlichen starken Blutdruckabfall führen, die Blutgerinnung stören oder die Herzfrequenz erheblich erhöhen. Sogenannte Alphablocker, die zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung und als blutdrucksenkendes Mittel eingesetzt werden, können in Kombination mit Levitra ähnliche gesundheitliche Probleme hervorrufen.

Ebenfalls problematisch ist die Kombination von Levitra und bestimmten Medikamenten zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen wie Chinidin, Procainamid, Amiodaron und Sotalol.

Vorsicht ist ebenso geboten bei bestimmten Arzneimitteln, die zur Behandlung von Pilzinfektionen eingesetzt werden (zum Beispiel Itraconazol und Ketoconazol). Sie können die Wirkung von Levitra verstärken und gleichzeitig das Risiko für Nebenwirkungen ansteigen lassen. Gleiches gilt für bestimmte Antibiotika (Clarithromycon oder Erythromycin), die – je nach Einzelfall – eine Anpassung der Levitra-Dosis erfordern.

Aufgrund der unerwünschten Wechselwirkungen ist die gleichzeitige Einnahme von Levitra und bestimmten Medikamenten zur Behandlung einer HIV-Erkrankung wie Indinavir oder Ritonavir nicht gestattet. Darüber hinaus darf Levitra nicht zusammen mit anderen Präparaten angewendet werden, die zur Behandlung erektiler Dysfunktionen eingesetzt werden.

Wechselwirkungen mit rezeptfreien Medikamenten

Sogar wenn Sie keine anderen Medikamente einnehmen, sollten Sie immer alles erwähnen, was Sie zusätzlich zu sich nehmen. Dies können zum Beispiel pflanzliche Präparate oder Vitaminergänzungen sein. Manche dieser Mittel können die Wirkung von Levitra beeinflussen.

Eines dieser Mittel ist Johanniskraut, welches oft gegen Depressionen eingenommen wird. Da es antioxidantische Eigenschaften hat und an den Leberenzymen wirkt, kann es Levitra weniger effektiv machen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie einen Arzt kontaktieren.

Gegenanzeige – Levitra nicht einnehmen wenn

Die Anwendung von Levitra ist nicht möglich, wenn eine Allergie oder eine Überempfindlichkeit gegen den in Levitra enthaltenen Wirkstoff Vardenafil oder einen anderen Bestandteil des Medikaments vorliegt. Eine solche Überempfindlichkeit oder allergische Reaktion kann sich in Form von Schwellungen im Gesicht (speziell an den Lippen), Juckreiz, Hautausschlag und/oder Kurzatmigkeit äußern.

Die Kombination von Levitra mit anderen Arzneimitteln, die unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen oder die Wirkung des einen oder anderen Medikaments verstärken kann (Wechselwirkungen), ist nicht gestattet. Männer ab 75 Jahren, die bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Itraconazol oder Ketoconazol) einsetzen, dürfen Levitra beispielsweise nicht einnehmen.

Darüber hinaus ist die Einnahme von Levitra nicht erlaubt, wenn kürzlich eine schwere Leber- oder Herzerkrankung bestand oder der Patient kürzlich einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatte. Dies gilt ebenso für Männer, die dialysepflichtig sind oder einen niedrigen Blutdruck hatten oder haben.

Bestimmte vererbliche Augenerkrankungen (zum Beispiel Retinitis pigmentosa) sowie ein akuter oder kürzlich erlittener Sehverlust aufgrund einer mangelnden Blutversorgung oder Sehnervschädigung schließen die Anwendung von Levitra gleichermaßen aus.

Manche Vorerkrankungen und bestimmte gesundheitliche Probleme erfordern eine besondere Vorsicht bei der Anwendung von Levitra. Hierzu gehören Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen oder angeborene Herzerkrankungen. Bei einer vorliegenden Erkrankung oder Deformation des Penis ist die Einnahme von Levitra ebenfalls sorgfältig abzuwägen. Gleiches gilt für Erkrankungen, die eine schmerzhafte Dauererektion des Penis (Priapismus) hervorrufen können, wie zum Beispiel Blutkrebs (Leukämie), Knochenmarkkrebs (Multiples Myelom) oder eine krankhafte Veränderung der röten Blutkörperchen (Sichelzellenanämie).

Patienten mit Magengeschwüren oder Blutgerinnungsstörungen sollten mit der Einnahme von Levitra ebenfalls vorsichtig sein und dem Rat ihres Arztes folgen.

 

Quellen:

  1. Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels Levitra. European Medicines Agency. URL: ema.europa.eu
  2. Wirkung und Nebenwirkungen von Levitra. URL: direkt-apotheke24.com
  3. Levitra 10mg Schmelztabletten. Jenapharm GmbH & Co. KG. URL: jenapharm.de
  4. Behandlung (Therapie) der erektilen Dysfunktion: PDE-5-Hemmer (Cialis®, Levitra®, Spedra®, Viagra®). Selbsthilfegruppe erektile Dysfunktion (Impotenz). URL: impotenz-selbsthilfe.com
  5. The efficacy and safety of flexible-dose vardenafil (levitra) in a broad population of European men. Hatzichristou D et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov

Was ist eine Dauererektion?

Selbsthilfe Impotenz

Priapismus (auch: Dauererektion) ist eine nach dem griechischen Fruchtbarkeitsgott Priapos benannte, über 4 bis 6 Stunden anhaltende Erektion, die ohne sexuelle Erregung besteht. Sie betrifft nur etwa 1 bis 3 von 100.000 Männern, kann aber – je nach Ausprägung – massive gesundheitliche Folgen haben.

Welche Arten von Dauererektion gibt es?

Grundsätzlich werden zwei Arten von Priapismus unterschieden: Low-Flow-Priapismus und High-Flow-Priapismus.

Low-Flow-Priapismus – schmerzhaft und gefährlich

Die überwiegende Mehrheit (90 Prozent) der Betroffenen leidet unter Low-Flow-Priapismus (auch: ischämischer oder veno-occlusiver oder Stase-Priapismus). Bei dieser sehr schmerzhaften Variante kann das Blut in den Schwellkörpern des Penis nicht abfließen. Durch die anhaltende Stauung verändert sich das Blut: Der Kohlendioxid (CO2)-Gehalt steigt und gleichzeitig sinkt der Sauerstoffgehalt und der pH-Wert. Die Eichel ist dann leicht bläulich verfärbt und der Penis stark verhärtet. Es handelt es sich hierbei um einen medizinischen Notfall, der einer unverzüglichen ärztlichen Behandlung bedarf. Ohne Behandlung drohen bleibende Schäden in den Schwellkörpern, die bis zu einer anhaltenden Erektionsstörung reichen.

Hilfe bei Priapismus

Eine Sonderform des Low-Flows-Priapismus ist der sogenannte intermittierende Priapismus. Er ist gekennzeichnet durch eine immer wiederkehrende Erektion, die – meist in Abständen von 3 bis 4 Stunden – ohne Behandlung wieder zurückgeht. Der zeitliche Abstand zwischen den Erektionen kann beträchtlich variieren und von Stunden bis Wochen reichen.

High-Flow-Priapismus – seltener und weniger schmerzhaft

Etwa jeder 10. Priapismus-Betroffene hat High-Flow-Priapismus (auch: nicht-ischämischer oder arterieller Priapismus). In dieser deutlich weniger schmerzhaften Variante strömt eine große Menge arterielles Blut unkontrolliert in die Schwellkörper des Penis. Das venöse Blut kann jedoch – im Gegensatz zum Low-Flow-Priapismus – ungehindert abfließen. Deshalb sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut nicht ab und die Folgen sind nicht so gravierend.

Ursachen von Priapismus

Je nachdem, um welche Form des Priapismus vorliegt, werden verschiedene Ursachen diskutiert.

Ursachen eines Low-Flow-Priapismus

Low-Flow-Priapismus entsteht, wenn der venöse Blutfluss gestört ist. Dies ist häufig eine Folge von bestimmten Erkrankungen. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • Bluterkrankungen (z.B. Leukämie, Sichelzellenanämie oder Thalassämie)
  • metabolische Erkrankungen (z.B. Diabetes oder Gicht)
  • neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose oder Verletzungen des Rückenmarks)
  • urologische Entzündungen

Daneben können Verletzungen zu einem Low-Flow-Priapismus führen. Ebenso können Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum (hier vor allem Marihuana und Kokain) und bestimmte Medikamente eine Dauererektion auslösen. Als verursachende Arzneimittel werden unter anderem bestimmte Alphablocker, Antidepressiva, Antipsychotika, PDE-5-Hemmer (zur Behandlung von Erektionsstörungen, z. B. Viagra) und die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) genannt.

Dies sind allerdings Beobachtungen von häufigen Zusammenhängen. Tatsächlich kann die spezifische Ursache in 30 bis 60 Prozent der Fälle nicht eindeutig bestimmt werden. Diese werden dann als primärer oder idiopathischer Priapismus bezeichnet.

Intermittierender Priapismus ist häufig bei jungen oder sehr jungen Patienten mit Sichelzellenanämie zu finden. High-Flow-Priapismus wird häufig von Verletzungen im Genital- oder Dammbereich verursacht, wie sie zum Beispiel bei Operationen, Injektionen oder Unfällen entstehen können. Sie sind jedoch nicht zwingend notwendig für die Entstehung dieser Priapismus-Form, auch SKAT kann einen High-Flow-Priapismus zur Folge haben.

Wie wird eine Diagnose erstellt?

Ein Low-Flow-Priapismus muss unverzüglich behandelt werden. Deshalb ist es von großer Bedeutung, im Rahmen der Diagnostik festzustellen, um welche Form des Priapismus es sich handelt. Zunächst führt der Arzt eine ausführliche Anamnese durch, in der er die Dauer, den Beginn und die Häufigkeit erfragt. Außerdem erfasst er mögliche Begleiterkrankungen und Verletzungen. Darüber hinaus fragt er den Patienten seinem Alkohol- und Drogenkonsum und welche Medikamente dieser einnimmt.

Im Anschluss an die Anamnese folgt die körperliche Untersuchung des Penis. Von Bedeutung sind hierbei vor allem das äußere Erscheinungsbild und die Schmerzempfindlichkeit. Diese können Aufschluss darüber geben, ob es sich um einen Low-Flow- oder High-Flow-Priapismus handelt. So ist der Penis bei einem Low-Flow-Priapismus prall gefüllt und sehr berührungs- bzw. schmerzempfindlich. Die Schmerzintensität nimmt mit zunehmender Erektionsdauer zu. Ein High-Flow-Priapismus ist dagegen kaum oder gar nicht schmerzhaft. Das Erscheinungsbild des Penis ist ebenfalls anders, denn er wird nicht komplett steif.

Nach der körperlichen Untersuchung lässt der Arzt ein (großes) Blutbild erstellen. Aus den Schwellkörpern wird etwas Blut entnommen und auf ihren pH-Wert, Kohlendioxid- und Sauerstoffgehalt hin untersucht. Zudem unterscheidet sich die Farbe des Blutes bei den beiden Varianten: Während es bei einem Low-Flow-Priapismus dunkelrot ist, zeigt es bei einem High-Flow-Priapismus eine hellrote Färbung.

Schließlich wird der arterielle und venöse Blutdurchfluss in den Schwellkörpern untersucht. Hierzu wird ein sogenannter Farbduplexsonograf (Ultraschallgerät) eingesetzt, der bei einem Low-Flow-Priapismus sehr niedrige Werte anzeigt, die gegen Null tendieren.

Wie wird Priapismus behandelt?

Insbesondere bei einem Low-Flow-Priapismus ist es wichtig, so schnell wie möglich (spätestens jedoch innerhalb von 12 Stunden) mit der Behandlung zu beginnen, damit das gestaute sauerstoffarme Blut aus den Schwellkörpern entfernt wird.

Hierfür gibt es zwei Methoden: Bei der einen Methode wird eine bestimmte Substanz (wie Methylenblau, Adrenalin, Etilefrin, Noradrenalin, Phenylephrin) in die Schwellkörper injiziert, die dafür sorgt, dass sich die glatte Muskulatur zusammenzieht. Dann blockieren die Venen nicht mehr, sodass das Blut ungehindert aus dem Penis abfließen kann. In manchen Fällen zeigt sich die Wirkung der injizierten Substanz erst nach mehreren Wiederholungen, die im Abstand von 5 bis 10 Minuten vorgenommen werden können.

Eine andere Methode besteht darin, bis zu 500 Milliliter des gestauten Bluts mithilfe einer Kanüle aus den Schwellkörpern abzusaugen. Danach kann eine Spülung mit einer Kochsalz-Heparin-Lösung hilfreich sein.

Sollten diese beiden Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg führen, muss der Patient operiert werden. Konkret muss eine künstliche Verbindung ("Shunt") zwischen Penisarterie und Vene hergestellt werden, über die das angestaute Blut abfließen kann. Es gibt zwei Varianten: Die erste Wahl ist ein distaler Shunt, durch den das Blut zur Eichel hin abfließt. Alternativ gibt es einen proximalen Shunt, bei dem das Blut Richtung Penisschaft geleitet wird.

In den meisten Fällen wächst diese Verbindung von alleine wieder zu, allerdings kann es bei etwa der Hälfte der Patienten zu einer dauerhaften Erektionsstörung kommen. Das Risiko für eine anhaltende erektile Dysfunktion steigt mit zunehmender Dauer des Priapismus. Weitere mögliche Nebenwirkungen bzw. Folgen der Operation sind Entzündungen der Schwellkörper oder Einblutungen.

Ein intermittierender oder High-Flow-Priapismus ist kein Notfall

Ein intermittierender Priapismus muss nicht als Notfall behandelt werden, da hier die Erektion in den meisten Fällen nach 3 bis 4 Stunden von selbst nachlässt. Dennoch sollte möglichst bald ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache für die Dauererektion zu finden und entsprechende Behandlungsmaßnahmen zu beginnen.

Ähnliches gilt für den High-Flow-Priapismus, bei dem die Erektion in zwei Dritteln der Fälle im Laufe der Zeit von selbst nachlässt. Wie lange dies dauert, ist jedoch individuell verschieden und kann von den Patienten unterschiedlich schnell als lästig empfunden werden. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, eine sogenannte Embolisation durchzuführen, bei der beschädigte Blutgefäße wieder verschlossen werden. Diese geht jedoch mit dem Risiko einer erektilen Dysfunktion einher, die etwa 50 Prozent der Patienten betrifft.

(Quelle: https://www.direkt-apotheke24.com)


Video zum Thema Erektionsstörungen

Selbsthilfe Impotenz

Es ist selten das Männer in der Öffentlichkeit über Erektionsstörungen sprechen. Zu sehr ist das Thema mit einem Tabu belegt und diese "Peinlichkeit" möchte kein Mann erleben. Umso wichtiger ist es, dass Männer darüber aufklären – um anderen betroffenen Männern zu helfen.

Dieses Video der bkk klärt über Erektionsprobleme auf und betroffene Männer kommen zu Wort. Erektionsstörungen zu akzeptieren ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Behandlung. Der nächste Schritt ist die Untersuchung beim Arzt, denn nur er als Spezialist kann die genauen Ursachen herausfinden und eine geeignete Behandlung in die Wege leiten. Zuverlässige Potenzmittel wie Viagra oder Cialis sind eine Möglichkeit der Therapie, sind aber nicht in 100 Prozent der Fälle die erhoffte Hilfe.


Potenzmittel Patente

Selbsthilfe Impotenz

Pharmahersteller patentieren neu erforschte Wirkstoffe, um sich die alleinigen Vermarktungsrechte zu sichern. Läuft das Patent ab, können auch andere Hersteller den Wirkstoff produzieren und zu einem günstigeren Preis anbieten. Seitdem das Patent für Viagra 2013 ausgelaufen ist, haben Männe, die an Impotenz leiden, die Möglichkeit preiswerte Sildenafil-Generika zu kaufen.

Was ist ein Patent?

Ein Patent ist ein 20 Jahre lang international gültiges gewerbliches Schutzrecht für eine Erfindung, die so vor der Nachahmung durch Dritte geschützt wird. Wer ein Patent besitzt, hat das Recht, seine Erfindung selbst zu nutzen oder anderen die Nutzung zu erlauben oder zu verbieten. Patente sind nicht weltweit gültig, sondern immer nur in dem Land oder Staatenverbund, in dem sie beantragt und erteilt wurden. Deshalb ist es möglich, dass der Patentschutz von Medikamenten in verschiedenen Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten endet oder gar nicht besteht, zum Beispiel, weil der Antrag abgelehnt wurde.

Patente gibt es für Gegenstände, Verfahren und Medikamente. Die Erforschung eines Wirkstoffs und die daraus resultierende Entwicklung eines Arzneimittels kostet die Pharmaunternehmen sehr viel Geld. Der Patentschutz ermöglicht es, durch das alleinige Verkaufsrecht und die Möglichkeit, selbst den Preis für das Medikament zu bestimmen, die Kosten wieder einzunehmen. In der Regel meldet der Hersteller einen neuen Wirkstoff schon in der Entwicklungsphase an. Das heißt, dass viele Medikamente, wenn sie auf den Markt kommen, nur noch weniger als 20 Jahre Patentschutz genießen.

Während der Patentschutz besteht, dürfen andere Unternehmen das Medikament nicht nachahmen. Erst mit dem Ablaufen des Patentschutzes sind Nachahmung und Vertrieb von Medikamenten mit gleichem Wirkstoff gesetzlich erlaubt. Gleichwohl hat der Patentinhaber während der Zeit des Patentschutzes kein Monopol, sondern steht immer in Konkurrenz zu anderen Produkten (Generika) und Verfahren von konkurrierenden Unternehmen. Von dem Patent unabhängig ist die Forschung an der patentierten Erfindung, die auch während des Patentschutzes erlaubt ist ("Forschungsprivileg").

Hilfe bei Erektionsproblemen

Was macht ein Medikament patentierbar?

Patentiert werden können nur Erfindungen, Verfahren oder Medikamente, die bestimmte Kriterien erfüllen. Demnach müssen sie neu und aus einer erfinderischen Tätigkeit oder gezielten Entwicklung hervorgegangen sein. Es reicht nicht, naheliegende Ableitungen von bereits bekanntem Wissen schützen zu wollen. Und schließlich muss eine gewerbliche Anwendbarkeit der Erfindung gegeben sein, das heißt, eine Idee oder Theorie ist nicht patentierbar. Arzneimitteln können aus verschiedenen Gründen patentierbar sein. Hierzu gehört vor allem der enthaltene Wirkstoff, aber auch die verwendeten Hilfsstoffe des Medikaments, die benötigt werden, um den Wirkstoff in ein verkaufsfertiges Medikament umzuwandeln.

Sowohl die Rezeptur als auch das Herstellungsverfahren sowie die Nutzung bestimmter Gensequenzen können Patentschutz genießen. Darüber hinaus lässt sich auch die Anwendung des Medikaments für bestimmte Bereiche / Krankheiten patentieren. Deshalb ist zwischen Stoff-, Verfahrens- und Anwendungspatenten (und noch einigen anderen Arten) zu unterscheiden. Ein Patent ist nicht automatisch ein Beleg für die Wirksamkeit eines Arzneimittels. Auch die Kostenübernahme durch die gesetzlichen oder privaten Krankenversicherungen hängt nicht davon ab, ob das Medikament Patentschutz genießt oder nicht.

Wie läuft die Beantragung eines Patents ab?

Die Beantragung eines Patents ist ein formaler Vorgang. Der Antrag beinhaltet eine exakte Beschreibung des zu patentierenden Arzneimittels sowie persönliche Angaben zu der Person oder Institution, die den Antrag bei dem zuständigen Patentamt einreicht. Darüber hinaus müssen die Patentansprüche umfassend beschrieben und – falls nötig – entsprechende Zeichnungen beigefügt werden. Für die Erteilung des Patents ist eine jährliche Gebühr zu zahlen, die ab dem dritten Jahr steigt. Ab dem Anmeldetag läuft die 20 Jahre dauernde Schutzfrist.

In Fällen, in denen das Patent schon so früh in der Entwicklungsphase erteilt wurde, dass die "effektiv nutzbare Patentlaufzeit" stark verkürzt ist, können die Hersteller in der EU ein "Ergänzendes Schutzzertifikat" beantragen. Mit diesem Zertifikat verlängert sich die Schutzzeit um bis zu 5 weitere Jahre. Die Anmeldegebühr für dieses Schutzzertifikat beträgt 300 Euro, die Jahresgebühr ist deutlich höher als die für das normale Patent und beträgt für das 1. Jahr 2.650 Euro (Stand: Dezember 2016). Sie steigt mit jedem weiteren Jahr an.

Rezeptfreie Potenzmittel

Wann laufen die Patente von Potenzmittel aus?

Genau wie andere Arzneimittel unterliegen auch verschreibungspflichtige Potenzmittel einem Patentschutz, der den Herstellern über 20 Jahre das alleinige Nutzungsrecht für den jeweiligen Wirkstoff erlaubt. Dies gilt für alle bekannten Arzneimittel, die zur Behandlung erektiler Dysfunktion eingesetzt werden, wie Viagra, Cialis, Levitra und Kamagra.

Das bekannteste Potenzmittel Viagra ist seit 1998 auf dem Markt. Es enthält den Wirkstoff Sildenafil und wurde ursprünglich von Pfizer hergestellt. Wegen eines Formfehlers bei der Antragstellung (der Antrag enthielt zu wenige Details), wurde dem Hersteller in Kanada der Patentschutz vorzeitig aberkannt. Seit Mitte 2013 ist das Patent für Viagra in Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern abgelaufen. Inzwischen gibt es mehrere Generika, unter anderem auch von Pfizer selbst. In den USA läuft der Patentschutz für Viagra im Jahr 2020 ab.

Seit 2002 ist das Präparat Cialis des Herstellers Eli Lilly auf dem europäischen Markt erhältlich. In Deutschland, Österreich und der Schweiz läuft der Patentschutz 2017 aus. Das Potenzmittel Levitra, das aktuell von Bayer hergestellt wird, ist seit 2003 auf dem deutschen Markt. Das Patent wird aller Voraussicht nach im Jahr 2018 ablaufen. In anderen europäischen Ländern wie Österreich oder der Schweiz ist das Patent schon seit 2010 abgelaufen und wird seitdem dort unter anderem Namen als Generikum vertrieben. Das jüngste Potenzmittel auf dem europäischen Markt ist Spedra mit dem Wirkstoff Avanafil. Es hat erst seit dem Jahr 2013 eine Zulassung, deshalb währt der Patentschutz hier noch am längsten.

Sonderfall Indien

Indien nimmt in Sachen Patentrecht für Medikamente eine Sonderstellung ein. Als eines von wenigen Ländern weltweit erlaubt Indien im Rahmen seiner Gesetzgebung die Ablehnung einer Patenterteilung für bestimmte Medikamente. Dies ist zum Beispiel möglich, wenn das zu patentierende Arzneimittel eine zu große Ähnlichkeit zu einem bereits auf dem Markt erhältlichen Medikament aufweist. Ist die öffentliche Gesundheit gefährdet, ist es ebenfalls gestattet, Patente zu umgehen.

In Indien führt diese Gesetzgebung dazu, dass hier Arzneimittel hergestellt werden, die in anderen Ländern noch unter Patentschutz stehen. Diese Medikamente können hier – ohne Patentschutz – sehr viel günstiger produziert werden und stehen damit auch ärmeren Menschen zur Verfügung. Aus diesem Grund wird Indien auch "Apotheke der Armen" genannt. Diese Präparate sind in Europa jedoch nicht erlaubt, da sie aufgrund des geltenden Patentschutzes des Originals nicht zum Verkauf zugelassen werden.

Was passiert, nachdem ein Patent ausgelaufen ist?

Ist das Patent eines Arzneimittels ausgelaufen, ist der Hersteller zur Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse über den Wirkstoff verpflichtet. Mithilfe dieser Informationen können andere Pharmaunternehmen selbst mit der Produktion des Wirkstoffs beginnen und ihn als Generikum auf dem Markt anbieten. Generika sind in den meisten Fällen günstiger als die Original Medikamente, da die Pharmafirmen auf Basis der vom Ersthersteller durchgeführten Studien produzieren können und aufgrund dessen weniger Forschungskosten haben.

Obwohl zu den aktiven Wirkstoffen in Generika bereits Studien vorliegen, müssen auch Generika auf ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit geprüft werden, bevor sie zum Verkauf zugelassen werden. Generika erweisen sich somit als preiswerte Alternative mit gleicher Wirkung zu den Original Medikamenten.

 

Quellen:

  1. Patente für Arzneimittel. Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. URL: vfa.de
  2. Arzneimittel. Bundesministerium für Gesundheit. URL: bundesgesundheitsministerium.de
  3. Produktentwicklung und Zulassung: Auswirkungen auf die Anmeldestrategie von Patenten und ergänzenden Schutzzertifikaten. SPC-Symposium Deutsches Patent- und Markenamt, Abbott Products GmbH. URL: dpma.de
  4. Patentrecht: Indien unter Druck Avoxa- Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH. URL: pharmazeutische-zeitung.de

Der Wirkstoff Vardenafil

Selbsthilfe Impotenz

Der Wirkstoff Vardenafil zählt, ebenso wie Sildenafil und Tadalafil, zur Klasse der PDE-5-Hemmer und dient der gezielten Hemmung der Phosphodiesterase 5. Ursprünglich wurde dieser spezielle Phosophiesterase-5-Hemmer zur Behandlung von Angina Pectoris entwickelt.

Erst später wurde die positive Wirkung der Substanz auf die ED (Erektionsstörungen, Impotenz) des Mannes festgestellt. In der Folge wurden zahlreiche Studien und weiterführende Forschung betrieben um ein erfolgreiches Mittel gegen Potenzstörungen auf den Markt zu bringen. Vardenafil, das dem PDE-5-Hemmer Sildenafil (besser bekannt aus dem Potenzmittel Viagra) in seiner chemischen Struktur sehr ähnlich ist, wurde durch das Pharmaunternehmen Bayer HealthCare erforscht und entwickelt und erhielt im März 2003 seine Zulassung.

Wie entsteht eine Erektion?

cGMP (cyclisches Guanosinmonophosphat) ist ein zellulärer Signalbotenstoff, der unter anderem für die Entspannung der glatten Muskulatur der Blutgefäße verantwortlich ist. Je weiter die cGMP-Konzentration im Organismus ansteigt, umso größer ist der Entspannungseffekt auf die Blutgefäße mit einer natürlichen Erweiterung als Folge.

So läuft eine Erektion ab

Dieser Zustand erleichtert den Blutfluss innerhalb der Blutgefäße des Schwellkörpers im männlichen Penis und bildet bei sexueller Stimulierung die Voraussetzung für eine Erektion.

Für das Ende der Erektion ist das Enzym Phosphodiesterase 5 verantwortlich, indem es den zellulären Signalbotenstoff cGMP abbaut. Dadurch reduziert sich die Entspannung der Blutgefäße und in der Folge klingt die Erektion ab.

Ist das Zusammenspiel zwischen der Aktivierung des Botenstoffes und der Phosphodiesterase 5 gestört, muss die Phosphodiesterase 5 gezielt gehemmt werden. Dies gelingt durch den Einsatz von Vardenafil, einem selektiven PDE-Hemmer.

Wie wirkt Vardenafil?

Erfolgt kein Abbau des Botenstoffs cGMP durch das Enzym Phosphodiesterase 5, bewirkt dies die Aufrechterhaltung der gefäßerweiternden Wirkung durch den Signalbotenstoff.

So wirken PDE-5-Hemmer

Hier greift der Wirkstoff Vardenafil ein und hemmt den cGMP-Abbau, indem es die Aktivität der Phosphodiesterase 5 unterbricht und dadurch die erektionsfördernde Wirkung von cGMP aufrechterhält.

Durch den anhaltenden entspannten Zustand der Blutgefäße in den Schwellkörpern führt dies zu einer länger andauernden Erektion und ermöglicht Sex.

Die Behandlung der erektilen Dysfunktion mit Vardenafil

Die erektile Dysfunktion tritt in der Altersgruppe von 30 bis 80 Jahren in etwa 20 Prozent der Fälle dauerhaft auf. In der Altersgruppe der 60- bis 70-jährigen tritt die ED bei 40 Prozent aller Männer auf und ungefähr 60 Prozent aller Betroffenen leiden durch die erektile Dysfunktion unter psychischen Problemen.

Vardenafil bietet sich zur begleitenden oder alleinigen Behandlung der erektilen Dysfunktion an und zeigt hervorragende Erfolge bei sehr mäßigen Nebenwirkungen. Bei Ausschluss organischer Ursachen ist eine ergänzende psychotherapeutische Behandlung (Vorbeugen durch Sport) oder die Reduzierung bestimmter Stressoren erfolgreich und begünstigt den mittel- bis langfristigen Behandlungserfolg.

Dosierung und Einnhme von Vardenafil

Die empfohlene Dosierung von Vardenafil liegt bei zehn Milligramm, wobei die Anfangsdosis bei älteren Patienten fünf Milligramm nicht überschreiten sollte. Dies wird mit der verminderten Ausscheidungsfähigkeit von Vardenafil im höheren Alter begründet. Als maximale Dosis werden 20 Milligramm angegeben.

Männer mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion sollten ebenfalls mit der Mindestdosierung von fünf Milligramm, bei langsamer Dosisanpassung unter Berücksichtigung der Verträglichkeit, beginnen.

Die Einnahme erfolgt einmal täglich ungefähr 25 bis 45 Minuten vor dem Sex, wobei möglichst auf fetthaltiges Essen verzichtet werden sollte, da diese den Wirkeintritt verzögert. Die Wirkungsdauer von Vardenafil beträgt etwa 5 Stunden.

Nebenwirkungen von Vardenafil

Das Medikament ist sehr gut verträglich und weist nur geringe Nebenwirkungen auf. Diese äußern sich durch Kopfschmerzen, plötzliche Hautrötung (Flush), Hitzegefühl und leichtem Schnupfen

Eher selten treten Verdauungsstörungen, Nebenhöhlenentzündung und grippeähnliche Symptome auf.

Wie alle PDE-5-Hemmer kann Vardenafil zusätzlich Herzrasen, zu niedrigen Blutdruck und Müdigkeit verursachen.

Studien zeigen, das Vardenafil bei Männern wesentlich seltener Nebenwirkungen auslöst als Sildenafil oder Tadalafil. Dieser Umstand wird von vielen Männern sehr geschätzt und machen Levitra von Bayer HealthCare zu einem sehr beliebten Potenzmittel.

Wechselwirkungen von Vardenafil

Im Vergleich zu anderen PDE-5-Hemmern weist Vardenafil nur wenige Wechselwirkungen auf. Grapefruitsaft wirkt sich unter ungünstigen Bedingungen negativ auf die Einnahme von Vardenafil aus.

Bei der Einnahme des Antibiotikums Erythromycin sollte auf eine Behandlung mit Vardenafil verzichtet oder auf jeden Fall das Gespräch mit dem Arzt gesucht werden.

Gegenanzeigen für Vardenafil

Die gleichzeitige Verabreichung gefäßerweiternder Medikamente wie Nitrosprays und Vardenafil können zu lebensbedrohlichem Blutdruckabfall führen.

Allergische Reaktionen auf den Wirkstoff und nachfolgende Befunde gelten ebenfalls als Kontraindikation.

  • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen
  • Einnahme von Medikamenten zur Behandlung von Pilzerkrankungen
  • Schlaganfall oder Herzinfarkt in naher Vergangenheit
  • zu niedriger Blutdruck
  • erblich bedingte Augenerkrankungen
  • bestehende Dialysepflicht

Bei älteren Menschen mit eingeschränkter Leben- und Nierenfunktionsstörung ist auf eine möglichst geringe Anfangsdosierung von fünf Milligramm zu achten.


Der Penisring bei Erektionsstörungen

Selbsthilfe Impotenz

Über den Penisring kursieren einige Legenden – aber vor allem auch viel Unwissen. Worum handelt es sich dabei eigentlich? Ein Penisring, engl. Cockring, wird als Sexspielzeug, bei Erektionsstörungen oder auch zur Verlängerung der Erektion verwendet. Weiterhin wird er bei diversen Sexpraktiken eingesetzt, besonders im SM-Bereich.

Woraus besteht der Penisring?

Als Materialien kommen dafür in Frage:

  • weiche Materialien (Latex, Gummi, Silikon, Leder)
  • harte Materialien (Metall, Holz)

Der Cockring wird entweder um Penis, Eichel und/oder Hodensack befestigt werden. der persönliche Geschmack spielt dabei eine gro0e Rolle und sollte durch Ausprobieren herausgefunden werden. Wird der Hoden durch einen Penisring fixiert, kann dies zu einem stärkeren Orgasmus führen. Wenn Sie einen Penisring kaufen kaufen, haben Sie eine breite Auswahl – Testen lohnt sich also.

Wie verwendet man den Penisring?

Bei Erektionsstörungen spannt man den Penisring lediglich über den Schaft des Penis. Als Alternative können je nach Vorliebe auch die Hoden mit eingespannt werden – damit lässt sich der Orgasmus verstärken. Der Penisring verhindert, dass das Blut der Erektion den Penis wieder verlassen kann. Es staut sich also im Geschlechtsteil, wodurch der Penis steifer und härter wirkt. Die Erektion bleibt so lange erhalten, bis der Cockring wieder entfernt wird.

Ein Penisring ist vor allem für Männer geeignet, die zwar eine Erektion bekommen, diese aber nicht allzu lange halten können. Der Cockring ist somit eine Alternative zu Medikamenten wie Priligy. Wenn Sie gar keine Erektion bekommen, wird der Einsatz eines Penisrings nichts nützen.

Hilfe bei Potenzproblemen

Was muss man beachten?

Bei einem Penisring aus hartem Material kann es vorkommen, dass die Erektion nicht mehr abgebaut wird und der Cockring nicht entfernt werden kann. Es droht ein Blutstau und das Absterben von Gewebe, ähnlich wie bei einer Dauererektion.

Sie sollten einen Cockring aus festem Material daher nur mit Erfahrung verwenden. Anfänger sollten entweder zu weichen Materialien greifen oder zu festen Stoffen, die aber zum Beispiel mit einem Druckknopf jederzeit geöffnet werden können.

Wenn sich der Penisring nicht entfernen lässt und die Erektion nicht von alleine verschwindet, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Es drohen irreparable Schäden des Schwellkörpers.