Der Wirkstoff Vardenafil

Der Wirkstoff Vardenafil
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Der Wirkstoff Vardenafil zählt, ebenso wie Sildenafil und Tadalafil, zur Klasse der PDE-5-Hemmer und dient der gezielten Hemmung der Phosphodiesterase 5. Ursprünglich wurde dieser spezielle Phosophiesterase-5-Hemmer zur Behandlung von Angina Pectoris entwickelt.

Erst später wurde die positive Wirkung der Substanz auf die ED (Erektionsstörungen, Impotenz) des Mannes festgestellt. In der Folge wurden zahlreiche Studien und weiterführende Forschung betrieben um ein erfolgreiches Mittel gegen Potenzstörungen auf den Markt zu bringen. Vardenafil, das dem PDE-5-Hemmer Sildenafil (besser bekannt aus dem Potenzmittel Viagra) in seiner chemischen Struktur sehr ähnlich ist, wurde durch das Pharmaunternehmen Bayer HealthCare erforscht und entwickelt und erhielt im März 2003 seine Zulassung.

Wie entsteht eine Erektion?

cGMP (cyclisches Guanosinmonophosphat) ist ein zellulärer Signalbotenstoff, der unter anderem für die Entspannung der glatten Muskulatur der Blutgefäße verantwortlich ist. Je weiter die cGMP-Konzentration im Organismus ansteigt, umso größer ist der Entspannungseffekt auf die Blutgefäße mit einer natürlichen Erweiterung als Folge.

So läuft eine Erektion ab

Dieser Zustand erleichtert den Blutfluss innerhalb der Blutgefäße des Schwellkörpers im männlichen Penis und bildet bei sexueller Stimulierung die Voraussetzung für eine Erektion.

Für das Ende der Erektion ist das Enzym Phosphodiesterase 5 verantwortlich, indem es den zellulären Signalbotenstoff cGMP abbaut. Dadurch reduziert sich die Entspannung der Blutgefäße und in der Folge klingt die Erektion ab.

Ist das Zusammenspiel zwischen der Aktivierung des Botenstoffes und der Phosphodiesterase 5 gestört, muss die Phosphodiesterase 5 gezielt gehemmt werden. Dies gelingt durch den Einsatz von Vardenafil, einem selektiven PDE-Hemmer.

Wie wirkt Vardenafil?

Erfolgt kein Abbau des Botenstoffs cGMP durch das Enzym Phosphodiesterase 5, bewirkt dies die Aufrechterhaltung der gefäßerweiternden Wirkung durch den Signalbotenstoff.

So wirken PDE-5-Hemmer

Hier greift der Wirkstoff Vardenafil ein und hemmt den cGMP-Abbau, indem es die Aktivität der Phosphodiesterase 5 unterbricht und dadurch die erektionsfördernde Wirkung von cGMP aufrechterhält.

Durch den anhaltenden entspannten Zustand der Blutgefäße in den Schwellkörpern führt dies zu einer länger andauernden Erektion und ermöglicht Sex.

Die Behandlung der erektilen Dysfunktion mit Vardenafil

Die erektile Dysfunktion tritt in der Altersgruppe von 30 bis 80 Jahren in etwa 20 Prozent der Fälle dauerhaft auf. In der Altersgruppe der 60- bis 70-jährigen tritt die ED bei 40 Prozent aller Männer auf und ungefähr 60 Prozent aller Betroffenen leiden durch die erektile Dysfunktion unter psychischen Problemen.

Vardenafil bietet sich zur begleitenden oder alleinigen Behandlung der erektilen Dysfunktion an und zeigt hervorragende Erfolge bei sehr mäßigen Nebenwirkungen. Bei Ausschluss organischer Ursachen ist eine ergänzende psychotherapeutische Behandlung (Vorbeugen durch Sport) oder die Reduzierung bestimmter Stressoren erfolgreich und begünstigt den mittel- bis langfristigen Behandlungserfolg.

Dosierung und Einnhme von Vardenafil

Die empfohlene Dosierung von Vardenafil liegt bei zehn Milligramm, wobei die Anfangsdosis bei älteren Patienten fünf Milligramm nicht überschreiten sollte. Dies wird mit der verminderten Ausscheidungsfähigkeit von Vardenafil im höheren Alter begründet. Als maximale Dosis werden 20 Milligramm angegeben.

Männer mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion sollten ebenfalls mit der Mindestdosierung von fünf Milligramm, bei langsamer Dosisanpassung unter Berücksichtigung der Verträglichkeit, beginnen.

Die Einnahme erfolgt einmal täglich ungefähr 25 bis 45 Minuten vor dem Sex, wobei möglichst auf fetthaltiges Essen verzichtet werden sollte, da diese den Wirkeintritt verzögert. Die Wirkungsdauer von Vardenafil beträgt etwa 5 Stunden.

Nebenwirkungen von Vardenafil

Das Medikament ist sehr gut verträglich und weist nur geringe Nebenwirkungen auf. Diese äußern sich durch Kopfschmerzen, plötzliche Hautrötung (Flush), Hitzegefühl und leichtem Schnupfen

Eher selten treten Verdauungsstörungen, Nebenhöhlenentzündung und grippeähnliche Symptome auf.

Wie alle PDE-5-Hemmer kann Vardenafil zusätzlich Herzrasen, zu niedrigen Blutdruck und Müdigkeit verursachen.

Studien zeigen, das Vardenafil bei Männern wesentlich seltener Nebenwirkungen auslöst als Sildenafil oder Tadalafil. Dieser Umstand wird von vielen Männern sehr geschätzt und machen Levitra von Bayer HealthCare zu einem sehr beliebten Potenzmittel.

Wechselwirkungen von Vardenafil

Im Vergleich zu anderen PDE-5-Hemmern weist Vardenafil nur wenige Wechselwirkungen auf. Grapefruitsaft wirkt sich unter ungünstigen Bedingungen negativ auf die Einnahme von Vardenafil aus.

Bei der Einnahme des Antibiotikums Erythromycin sollte auf eine Behandlung mit Vardenafil verzichtet oder auf jeden Fall das Gespräch mit dem Arzt gesucht werden.

Gegenanzeigen für Vardenafil

Die gleichzeitige Verabreichung gefäßerweiternder Medikamente wie Nitrosprays und Vardenafil können zu lebensbedrohlichem Blutdruckabfall führen.

Allergische Reaktionen auf den Wirkstoff und nachfolgende Befunde gelten ebenfalls als Kontraindikation.

  • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen
  • Einnahme von Medikamenten zur Behandlung von Pilzerkrankungen
  • Schlaganfall oder Herzinfarkt in naher Vergangenheit
  • zu niedriger Blutdruck
  • erblich bedingte Augenerkrankungen
  • bestehende Dialysepflicht

Bei älteren Menschen mit eingeschränkter Leben- und Nierenfunktionsstörung ist auf eine möglichst geringe Anfangsdosierung von fünf Milligramm zu achten.

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Der Wirkstoff Vardenafil
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Vardenafil ist der Wirkstoff des erfolgreichen Potenzmittels Levitra. Hier erhalten Sie alle Informationen zu Vardenafil - Einnahme, Wirkung, Nebenwirkungen.
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