Impotenz behandeln durch Änderung des Lebensstils

Zusammenfassung: Impotenz kann nicht nur durch die Einnahme von Potenzmitteln behandelt werden. Auch andere Alternativen wie MUSE oder SKAT sind nicht die einzige Hilfe. Manchmal hilft einfach eine Änderung des Lebensstils um wieder eine zuverlässige Erektion zu bekommen. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr darüber.

Inhaltsverzeichnis

Körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie Stressabbau helfen nicht nur gegen Erektionsstörungen, sondern beugen auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Der Zusammenhang ist eindeutig: Eine gute Erektion entsteht nur dann, wenn genügend Blut in die Schwellkörper einfließen kann. Wenn die Blutgefäße nicht einwandfrei funktionieren, sind Erektionsprobleme die logische Folge. Mit guten Gefäßen ist auch eine gute Erektion möglich.

Wie hilft mehr Bewegung?

Körperliche Aktivität hat einen direkten und indirekten Einfluss auf die Erektionsfähigkeit. Zum einen bleiben die Blutgefäße und das ganze Herz-Kreislauf-System insgesamt gesünder und der Blutfluss ist so, wie er sein sollte – damit ist die Erektionsfähigkeit besser. Der indirekte Effekt ist der, dass durch körperliche Aktivitäten wie Sport als Nebeneffekt eventuelles Übergewicht abgebaut wird. Übergewicht kann ebenfalls ursächlich für Erektionsstörungen sein.

Erektionsstörungen vorbeugen

Der negative Zusammenhang zwischen bewegungsarmen Lebensstil und Erektionsstörungen ist durch wissenschaftliche Studien belegt. Aus der in diesem Zusammenhang am häufigsten zitierten Studie – die Massachusetts Male Aging Study (MMAS) – wird aufgezeigt, dass sich das Risiko für eine erektile Dysfunktion bei Männern mit einer bewegungsarmen Lebensweise verdoppelt.

Studien zeigen zudem, dass körperliche Aktivität zur Behandlung einer bestehenden erektilen Dysfunktion zumindest beiträgt. Nach einer in Wien durchgeführten Studie sind Aktivitäten mit einem Verbrauch zwischen 3.000 – 4.000 Kilokalorien pro Woche optimal. Natürlich sind auch Aktivitäten mit geringerem Energieumsatz positiv, bei Aktivitäten von mehr als 4.000 Kilokalorien pro Woche verbessert sich der Effekt auf die Erektionsfähigkeit nicht weiter. Eine weitere Studie hat aufgezeigt, dass Männer, die bereits PDE-5-Hemmer nehmen, durch körperliche Aktivität zufriedener mit der Wirkung waren.

Wie hilft eine ausgewogene Ernährung?

Dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit hat – unter anderem ausgedrückt im Gewicht, Bauchumfang, Blutfettwerte oder Blutdruck – ist sicherlich keine Überraschung. Werte außerhalb des Normalbereichs erhöhen nicht nur das Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch das Risiko einer erektilen Dysfunktion.

Tipps zur Potenzsteigerung

Der positive Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung und Erektionsfähigkeit ist in zahlreichen Studien gut belegt. Eine Meta-Analyse von 50 Studien zeigt, dass die mediterrane Kost mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Olivenöl, Fisch und mageres Fleisch in geringen Mengen einen sehr positiven Einfluss auf die oben angesprochenen Werte und damit auch der Erektionsfähigkeit hat.

Hilft Abnehmen?

Übergewicht und insbesondere starkes Übergewicht (Adipositas) sind starke Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch für Erektionsstörungen. Bei der Bewertung des Übergewichts wird häufig der Body Mass Index (BMI) herangezogen, das Verhältnis von Körpergewicht (in Kilogramm) zur quadrierten Körpergröße (in Zentimetern). Liegt der BMI über 25 gilt man als übergewichtig, ab einem BMI von 30 ist man adipös (stark übergewichtig). Allerdings ist hier der Bauchumfang wesentlich aussagekräftiger für Gesundheitsrisiken. Optimal ist ein Bauchumfang von weniger als 94 Zentimetern, ab 102 Zentimetern unterliegen Sie einem erhöhten Risiko.

Der Zusammenhang zur erektilen Dysfunktion zeigte eine Studie aus dem Jahr 2009. Männer mit einem Bauchumfang von mehr als 102 Zentimetern unterliegen einem 50-prozentig höheren Risiko für eine Erektionsstörung als Männer mit weniger Bauchumfang. In einer in Italien durchgeführten Studie wurden Männer mit und ohne Erektionsstörungen und einem BMI größer als 25 in zwei Gruppen eingeteilt.

Die erste Gruppe hatte das Ziel einer Gewichtsreduktion, die zweite nicht. Am Ende der Studie nach zwei Jahren zeigten sich deutliche Unterschiede in der Erektionsfähigkeit der beiden Gruppen. Von den Männern mit einer erektilen Dysfunktion hat nach der Gewichtsabnahme ein Drittel keine Probleme mehr.

Wie hilft der Verzicht auf Nikotin?

Nikotin führt zu diversen Veränderungen im Blutbild und kann in der Folge auch Durchblutungsstörungen verursachen. Das Raucherbein oder das erhöhte Herzinfarktrisiko ist Ihnen sicherlich als Folge des Rauchens bekannt. Die durch Rauchen verursachte Arterienverkalkung (Arteriosklerose) greift aber auch die Arterien in den Schwellkörpern an – durch den kleinen Durchmesser sind sie nicht selten zuerst betroffen. Durch die verminderte Blutzufuhr ist eine kräftige Erektion nicht mehr möglich, längerfristig können die Schwellkörper gar geschädigt werden.

Impotenz selbst behandeln

Raucher leiden im Vergleich zu Nichtrauchern deutlich häufiger unter einer erektilen Dysfunktion. Auch bei Passivrauchern ist das Risiko erhöht. Dabei steigt das Risiko nicht nur bei längerfristigem Rauchen, sondern bereits direkt mit oder nach einer Zigarette sind oft die Auswirkungen auf die Durchblutung bemerkbar. Wenn Sie vor dem Geschlechtsverkehr rauchen, könnten Sie mit einer Erektionsstörung als Folge zu kämpfen haben.

Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, tritt eine Verbesserung der Durchblutung im Penis häufig schon nach wenigen Tagen ein. Studien haben diesen Zusammenhang gut belegt. Nicht immer verschwindet dadurch die erektile Dysfunktion. Umso jünger Sie sind und je weniger Zigaretten Sie bisher in Ihrem Leben geraucht haben, desto besser sind die Chancen auf eine Rückgewinnung der vollen Erektionsfähigkeit.

Wie hilft Stressabbau?

Stress führt ebenfalls zu Durchblutungsstörungen und auch viele weitere körperliche Werte werden verändert. Folgt auf die Stresssituation Entspannung, ist das nicht weiter ein Problem. Dauerstress hingegen führt zu nachhaltigen gesundheitlichen Schwierigkeiten. Dazu zählt auch eine Störung des Sexuallebens, bei der eine erektile Dysfunktion meist nur ein Symptom darstellt. Körperliche Aktivität, Entspannungsübungen oder therapeutische Maßnahmen können hier deutlich helfen.

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Hilfe bei Impotenz erhalten
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by Georg on Hilfe bei Impotenz erhalten

Wie groß sind denn die Chancen, dass man bei bestehenden Erektionsstörungen durch eine Änderung des Lebensstils, die Störungen wieder in den Griff bekommt?

by Markus on Hilfe bei Impotenz erhalten

Ihren Artikel habe ich mit großem Interesse gelesen. Überall sonst liest man Viagra hier, Viagra dort...aber schon eine Änderung der eigenen (ungesunden) Lebensweise kann viel mehr bewirken. Schön, das Sie darauf aufmekrsam gemacht haben! Gruss

by Karsten on Hilfe bei Impotenz erhalten

endlich mal eine siete die nicht immer nur irgednwelche pillen empfiehlt, sondern mal alternativen aufzeigt.

by Roland on Hilfe bei Impotenz erhalten
Tipps zur Ernährung

Hallo. Könnten Sie Tipps geben, welche Ernährung geeignet ist um die Potenz zu steigern. Ich meine weniger die bekannten Lebensmittel wie Ingwer, Nüsse ect. Sollte auf Fleisch verzichtet werden? Wie sieht es mit Kohlenhydraten aus? MfG

by Richard on Hilfe bei Impotenz erhalten

Für mich die einfachste und schwerste Methode zugleich. Einfach weil man es selbst in der Hand hat und auch nicht teuer ist, keinen Arzt- oder Apothekerbesuch braucht, schwer, weil es Tag für Tag umgesetzt werden muss und es Disziplin braucht. Trotzdem ein guter Artikel.

by Mirko on Hilfe bei Impotenz erhalten

Servus. Mein Arzt hat mir vor 4 Jahren genau diesen Rat gegeben, und ja, es stimmt. War nicht leicht das im Alltag auch so umnzusetzen, aber mit etwas Disziplin bekommt man das hin. Und die Auswirkungen auf den Körper sind schneller spürbar als man denkt. Bereits nach einem halben Jahr lief es wieder im Bett. Es ist also nicht nur seichtes Geqatsche.

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